Urlaubsportale im Internet – Fluch oder Segen für Hotels?

Längst sind die goldenen Zeiten für die Wellnesshotels vorbei, die Kunden mit vollmundigen Versprechungen und aufwändig gestalteten Hochglanz-Werbeprospekten zum Wellnessurlaub lockten, die sich dann als leere Phrasen und mit Photoshop verschönte Wirklichkeit erwiesen. Inzwischen gibt es zahlreiche Ferienportale im Internet, auf denen sich Urlauber austauschen und über ihre Erfahrungen mit den jeweiligen Hotels berichten, um so andere Interessenten über Wahrheit und Wirklichkeit zu informieren, bevor die ebenfalls eine Enttäuschung erleben. Allerdings sollten solche Internetseiten auch mit Vorsicht genossen werden, denn ganz objektiv sind sie oftmals nicht. Das liegt zum einen daran, dass die Ansprüche der Urlauber, welche sie zum Beispiel an ein Wellnesshotel am Achensee stellen, ganz unterschiedlich hoch sind. Während es nämlich für die einen bereits der perfekte Wellnessurlaub ist, wenn sie einen Whirlpool und eine Sauna benutzen können, erwarten andere mindestens eine Thermenoase und ein luxuriöse Ambiente, auch wenn sie das günstigste Angebot buchten.

 

Fair oder Fake?

 

Nun kann man natürlich dafürhalten, dass es ja auch durchaus Hotels gibt, die sich durch besonders positive Bewertungen auszeichnen und so durch eine sehr gute Internet-Reputation einen Zuwachs ihrer Umsätze erfahren. Leider gibt es aber auch Hoteliers, die Texter engagieren, welche dann dafür bezahlt werden, von ihren durchweg guten Erfahrungen zu berichten. Da können natürlich solche Urlauber dagegen argumentieren, die sich vor Ort echte Erfahrungen abholten, doch wem will man glauben, wenn die positiven Bewertungen immer überwiegen, solange es sich der Hotelbetrieb leisten kann, sie gut zu honorieren?

 

Probieren geht über studieren

 

Natürlich ist es sehr ärgerlich, wenn man für die eigene negative Erfahrung auch noch seine Urlaubskasse plündern musste, aber schlussendlich wird man wohl die Qualität von einem Wellnesshotel oder einem Wellnessurlaub in Tirol nur mit seinen eigenen Wertvorstellungen messen können. Was jedoch nicht bedeuten soll, dass sich Hoteliers nicht bemühen sollten, ihren guten Ruf im Internet möglichst unbefleckt zu behalten. Das wird wohl aber immer nur mit Ehrlichkeit möglich sein und nie mit falschen Versprechungen.

 

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